
Liest man die Inhaltsstoffe einer Zahnpasta stößt man auf Begriffe wie Parabene, Triclosan oder Natriumlaurlysulfat. Alles Inhaltsstoffe, die dafür sorgen, dass eine Zahnpasta so aussieht, schmeckt und putzt, wie wir es erwarten, ohne uns groß Gedanke über die potentiellen Risiken der einzelnen Inhaltsstoffe zu machen. Hier eine (nicht vollständige) Übersicht über bedenkliche Inhaltsstoffe in unserer Zahnpasta.
In diesem Artikel erfahren Sie, welche Inhaltsstoffe kritisch diskutiert werden, warum sie eingesetzt werden und worauf Sie beim Kauf einer Zahnpasta achten sollten.
Einen genauen Überblick über sämtliche Inhaltsstoffe von Zahnpaste finden Sie hier.
Bedenkliche Inhaltsstoffe – Das Wichtigste auf einen Blick
| Inhaltsstoff | Funktion | Bewertung |
|---|---|---|
| Natriumlaurylsulfat (SLS) | Schaumbildner | Kann Schleimhäute reizen |
| PEG-Verbindungen | Emulgatoren | Umstritten |
| Parabene | Konservierung | Teilweise kritisch bewertet |
| Titandioxid | Weißer Farbstoff | Umstritten |
| Triclosan | Antibakterieller Wirkstoff | Heute kaum noch verwendet |
| Mikroplastik | Schleif- oder Bindemittel | Aus Umweltgründen kritisch |
| Künstliche Farbstoffe | Optik | Meist unnötig |
| Starke Abrasivstoffe | Reinigung | Können Zahnhartsubstanz schädigen |
Die meisten in Deutschland erhältlichen Zahnpasten gelten grundsätzlich als sicher. Dennoch gibt es Inhaltsstoffe, die aus gesundheitlichen oder ökologischen Gründen kritisch betrachtet werden.
Wie genau schädigen diese Inhaltsstoffe?
Zahnpaste wird ja „nur zum Putzen verwendet und danach ausgespuckt“. Wie soll hier eine Schädigung möglich sein?
Die Mechanismen, wie Inhaltstoffe schädlich wirken können sind:
- Veränderung der Mundflora, also der Zusammensetzung unserer im Mund befindlichen Bakterien.
- Resorption über die Mundschleimhaut und Eintritt in den Körper.
- Direkte Beeinflussung von Zahnfleisch und Zähnen.
Woher weiß ich, was genau drin steckt?
Inhaltsstoffe in Zahnpasta müssen EU weit gleich gekennzeichnet werden. Da Zahnpasta zu den Kosmetika gehört geschieht dies über die INCI-Codes (International Nomenclature Cosmetic Ingridients). Hinter den englische und teilweise Lateinischen Begriffen verbergen sich die einzelnen Inhaltsstoffe.
Viele Inhaltsstoffe sind hierbei nicht zwingend notwendig, um ein sauberes Ergebnis zu erzielen, mache bergen sogar ein potentielles Risiko für Folgeschäden.
Warum enthalten Zahnpasten überhaupt so viele Inhaltsstoffe?
Eine Zahnpasta besteht nicht nur aus einem Wirkstoff. Sie enthält zahlreiche Bestandteile, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen:
- Reinigung der Zähne
- Entfernung von Belägen
- Schutz vor Karies
- Schutz empfindlicher Zahnhälse
- Verbesserung von Geschmack und Konsistenz
- Verlängerung der Haltbarkeit
Viele Inhaltsstoffe sind daher technisch notwendig. Nicht jeder schwer verständliche Begriff auf der Verpackung ist automatisch schädlich.
Abrasive Stoffe/ Schleifkörper
Diese sind dafür gedacht, dass der Zahn auf rein mechanische Weise sauber wird. Der Abrieb durch die Schleifkörper entfernt Beläge und bakterielle Filme von der Oberfläche.
Putzkörper wie Titandioxid und Aluminiumoxid haben hierbei aber einen hohen Abrieb und können auch gesunde Zahnsubstanz angreifen und entfernen. Hierdurch entstehen Überempfindlichkeiten an den Zähnen und rauere Oberflächen, die sich leichter wieder Verfärben.
Der Abrieb einer Zahnpaste wird in RDA gemessen und sollte nie höher als 100 liegen.
Besser sind mildere Putzkörper aus Kieselsäure (Hydrated Silica) oder Kreide (Calciumcarbonate).
Titandioxid im speziellen steht im Verdacht krebserregend zu sein. Er versteckt sich oft hinter dem Kürzel CI 77891.
Titandioxid
Titandioxid (CI 77891) ist ein weißer Farbstoff.
Er sorgt dafür, dass Zahnpasta besonders sauber und strahlend weiß aussieht.
Warum wird Titandioxid kritisch betrachtet?
In den vergangenen Jahren wurde diskutiert, ob eingeatmete Titandioxid-Partikel gesundheitliche Risiken verursachen könnten.
Für Zahnpasta ist die Situation etwas anders:
- Titandioxid wird nicht eingeatmet
- Zahnpasta wird ausgespuckt
- Die Aufnahme ist gering
Trotzdem verzichten mittlerweile viele Hersteller auf Titandioxid.
Ist Titandioxid gefährlich?
Nach aktuellem Wissensstand besteht bei normaler Anwendung von Zahnpasta kein nachgewiesenes Gesundheitsrisiko.
Da der Stoff jedoch keinen zahnmedizinischen Nutzen besitzt, bevorzugen viele Verbraucher Produkte ohne Titandioxid.
Mikroplastik
Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) wurden in der kosmetischen Industrie gerne als Partikel verwendet, egal ob in Zahnpastas oder in Duschgels, deren Einsatz als Schleifpartikel ist seit Oktober 2023 aber verboten.
Natrium-Lauryl-Sulfat (Sodium Lauryl Sulfat, SLS)
Häufig verwendetes Tensid (Schaumbildner). Sind nicht zwingend in Zahncremes notwendig, tragen aber zum „Gefühl“ bei, das viele beim Zähneputzen erwarten.
Warum wird SLS eingesetzt?
SLS ist ein Tensid. Es sorgt dafür, dass die Zahnpasta schäumt und Speisereste leichter gelöst werden.
Warum wird SLS kritisiert?
Studien zeigen, dass Natriumlaurylsulfat die Mundschleimhaut reizen kann. Besonders Menschen mit empfindlicher Mundschleimhaut oder wiederkehrenden Aphten berichten häufig über Beschwerden.
Mögliche Folgen:
- Brennen im Mund
- Schleimhautreizungen
- Häufigere Aphten
- Trockenheitsgefühl
Sollte man SLS vermeiden?
Für gesunde Menschen besteht meist kein relevantes Risiko. Wer jedoch regelmäßig unter Aphten oder empfindlicher Mundschleimhaut leidet, kann von einer SLS-freien Zahnpasta profitieren.
Antibakterielle Substanzen
Was generell als gute Idee gedacht ist, nämlich Bakterien im Mund zu reduzieren, kann auch Probleme verursachen. Unser Mund enthält nicht nur schädliche Bakterien sondern auch viele Probioten.
Zu dieser Stoffgruppe zählen
Triclosan (steht im Verdacht Bakterienresistenzen zu fördern)
- Triclosan ist in vielen Ländern aufgrund seiner möglichen negativen gesundheitlichen Wirkungen weitgehend vom Markt verschwunden und gilt als kritisch.
- Manche antibakteriellen Zusätze können auch die natürliche Mundflora stören.
Chlorhexamed (als Antiseptikum okay, Nebenwirkungen wie Verfärbungen und Geschmacksstörung möglich)
Zink-Verbindungen (Verfärbungen möglich)
Bei den Wirkstoffen gilt. Den Einsatz auf das nötigsten Maß beschränken und mit milden Wirkstoffen beginnen. Es ist sinnvoll, diese Stoffe nur gezielt bei Bedarf und nicht dauerhaft zu verwenden.
Konservierungsstoffe Paraben
Parabene werden als Konservierungsstoffe eingesetzt.
Ihre Aufgabe:
- Schutz vor Keimen
- Verlängerung der Haltbarkeit
Warum stehen Parabene in der Kritik?
Einige Parabene besitzen eine schwache hormonähnliche Wirkung.
Dadurch entstand die Sorge, dass sie langfristig hormonelle Prozesse beeinflussen könnten.
Wie relevant ist das für Zahnpasta?
Die heute verwendeten Mengen gelten als sehr gering.
Viele Hersteller verzichten dennoch freiwillig auf Parabene, da Verbraucher zunehmend nach parabenfreien Produkten suchen
Polyethylenglykol (PEG)
EG steht für Polyethylenglykol.
Diese Stoffe dienen als:
- Emulgatoren
- Lösungsvermittler
- Feuchthaltemittel
Warum sind PEG-Verbindungen umstritten?
Kritiker bemängeln, dass PEG-Verbindungen die Durchlässigkeit von Haut und Schleimhäuten erhöhen können.
Dadurch könnten theoretisch andere Stoffe leichter in den Körper gelangen.
Wie groß ist das Risiko?
Bislang gibt es keine überzeugenden Hinweise darauf, dass die in Zahnpasta verwendeten PEG-Mengen gesundheitliche Schäden verursachen.
Dennoch verzichten viele Naturkosmetik-Hersteller bewusst auf PEG-Verbindungen.
Propylenglykol
Proyplenglykol ist ein Feuchthaltemittel, das in Zahcremes verwendet wird, um die Austrocknung zu verhindern.
Eine Hautreizung und eine mögliche Kontaktallergie sind hier bekannt.
Süßstoffe (Zuckerersatzstoffe)
Der einzige Grund, dies Zahnpasta beizumischen ist es, den Geschmack süßer und damit „angenehmer“ zumachen.
Am häufigsten wird hierfür in Zahncremes Saccharin verwendet.
Abgesehen davon, dass eine zu süßer Geschmack gerade die Kinder dazu verleiten kann, die Zahnpasta zu schlucken, statt auszuspucken ( Was im Hinblick auf den Fluoridgehalt problematisch sein könnte) verändert der Süßstoff oft auch unser orales und auch das Mikrobiom im Darm.
Mehrere Studien deuten ebenfalls darauf hin, dass sich durch Süßstoffe auch ein erhöhtes Diabetes-Risiko möglich ist.
Andererseits gelten naturbasierte Zuckeraustauschstoffe wie Xylit oder Erythrit als karieshemmend und positiv für den Mundraum.
Triclosan
Triclosan war lange Zeit ein beliebter antibakterieller Wirkstoff.
Warum wurde Triclosan verwendet?
Es sollte:
- Plaque reduzieren
- Zahnfleischentzündungen vorbeugen
- Bakterien hemmen
Warum wird Triclosan heute kritisch gesehen?
Es bestehen Bedenken hinsichtlich:
- Resistenzentwicklung
- Umweltbelastung
- Auswirkungen auf Mikroorganismen
Aus diesem Grund ist Triclosan heute in Zahnpasten deutlich seltener geworden.
Mikroplastik
Mikroplastik ist vor allem ein Umweltproblem.
Was ist Mikroplastik?
Dabei handelt es sich um sehr kleine Kunststoffpartikel.
Früher wurden sie teilweise als:
- Schleifkörper
- Bindemittel
- Konsistenzgeber
eingesetzt.
Warum ist Mikroplastik problematisch?
Nach dem Ausspülen gelangt es in:
- Gewässer
- Kläranlagen
- Umweltkreisläufe
Viele Hersteller haben mittlerweile auf Mikroplastik verzichtet.
Ist Fluorid ein bedenklicher Inhaltsstoff?
Kaum ein Zahnpasta-Inhaltsstoff wird so kontrovers diskutiert wie Fluorid.
Warum wird Fluorid eingesetzt?
Fluorid:
- stärkt den Zahnschmelz
- fördert die Remineralisation
- reduziert das Kariesrisiko
Es gilt als einer der wirksamsten Inhaltsstoffe zur Kariesvorbeugung.
Warum gibt es Kritik an Fluorid?
Die Diskussion entsteht vor allem durch die Tatsache, dass hohe Fluoridmengen gesundheitsschädlich sein können.
Wie bei vielen Stoffen gilt:
Die Dosis macht das Gift.
Die in Zahnpasta enthaltenen Mengen gelten bei sachgemäßer Anwendung als sicher.
Sollte man fluoridfreie Zahnpasta verwenden?
Für Erwachsene mit niedrigem Kariesrisiko kann dies eine persönliche Entscheidung sein.
Aus zahnmedizinischer Sicht bietet fluoridhaltige Zahnpasta jedoch den besten Schutz vor Karies.
Sollten Sie auf Fluorid verzichten wollen, achten Sie darauf, dass trotzdem aktive Wirkstoffe ( wie z.B. Hydroxyl-Apatit) in der Zahnpaste enthalten sind.
Welche Zahnpasta ist frei von bedenklichen Inhaltsstoffen?
Viele Verbraucher suchen gezielt nach möglichst „sauberen“ Produkten.
Achten Sie auf folgende Merkmale:
✅ frei von Natriumlaurylsulfat
✅ ohne Mikroplastik
✅ ohne Triclosan
✅ ohne Titandioxid
✅ ohne PEG-Verbindungen
✅ ohne unnötige Farbstoffe
Gleichzeitig sollte die Zahnpasta weiterhin wirksam sein.
Eine gute Zahnpasta sollte daher:
- ausreichend Fluorid enthalten
- einen moderaten Abrasionswert besitzen
- wissenschaftlich belegte Wirkstoffe verwenden
Meine persönliche Empfehlungen:
- Aminomed von Dr. Liebe: zwar enthält Sie auch Süßstoffe, aber ansonsten legt der Hersteller großen Wert auf ausgewählte Inhaltsstoffe, die unter www.aminomed.de nachgelesen werden können.
Welche Inhaltsstoffe sollten Kinder vermeiden?
Bei Kindern gelten besondere Anforderungen.
Eltern sollten auf folgende Punkte achten:
Hoher Fluoridgehalt für Erwachsene
Kinder benötigen altersgerechte Fluoridmengen.
Starke Schleifkörper
Kinderzähne besitzen einen dünneren Zahnschmelz.
Sehr scharfe Geschmacksstoffe
Diese können die Mundschleimhaut reizen.
Zahnpasten für Erwachsene
Kinder sollten möglichst spezielle Kinderzahnpasten verwenden.
Wie erkennt man bedenkliche Inhaltsstoffe auf der Verpackung?
Die Inhaltsstoffe werden nach dem sogenannten INCI-System angegeben.
Häufige Bezeichnungen:
| Deutscher Begriff | INCI-Bezeichnung |
|---|---|
| Natriumlaurylsulfat | Sodium Lauryl Sulfate |
| PEG | PEG-xx |
| Titandioxid | Titanium Dioxide |
| Parabene | Methylparaben, Propylparaben |
| Triclosan | Triclosan |
Ein Blick auf die Rückseite lohnt sich daher immer.
Checkliste: Worauf sollte man beim Zahnpasta-Kauf achten?
Eine gute Zahnpasta sollte:
✅ wirksam gegen Karies sein
✅ einen moderaten Abrasionswert besitzen
✅ möglichst wenige unnötige Zusatzstoffe enthalten
✅ auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein
✅ bei empfindlicher Schleimhaut möglichst SLS-frei sein
✅ frei von Mikroplastik sein
✅ wissenschaftlich belegte Inhaltsstoffe enthalten
Fazit
Die meisten Zahnpasten auf dem deutschen Markt gelten als sicher und werden streng kontrolliert. Dennoch gibt es einige Inhaltsstoffe, die aus gesundheitlichen oder ökologischen Gründen kritisch diskutiert werden. Dazu zählen insbesondere Natriumlaurylsulfat, PEG-Verbindungen, Parabene, Titandioxid, Triclosan und Mikroplastik.
Für die meisten Menschen besteht bei normaler Anwendung kein relevantes Gesundheitsrisiko. Wer jedoch empfindliche Schleimhäute hat, häufig unter Aphten leidet oder möglichst wenige Zusatzstoffe verwenden möchte, kann gezielt auf Zahnpasten mit reduzierter Inhaltsstoffliste zurückgreifen.
Wichtiger als einzelne Schlagworte ist jedoch die Gesamtbewertung eines Produkts. Eine gute Zahnpasta sollte wirksam vor Karies schützen, wissenschaftlich belegte Inhaltsstoffe enthalten und gleichzeitig unnötige Zusätze vermeiden.
FAQ – Häufige Fragen zu bedenklichen Inhaltsstoffen in Zahnpasta
1. Welche Inhaltsstoffe in Zahnpasta sind bedenklich?
Zu den am häufigsten diskutierten Inhaltsstoffen gehören Natrium-Lauryl-Sulfat (SLS), bestimmte Parabene, Triclosan, aggressive Schleifmittel, PEG-Verbindungen und künstliche Süßstoffe. Nicht alle sind grundsätzlich gefährlich, können jedoch bei empfindlichen Personen Reizungen oder Unverträglichkeiten auslösen.
2. Ist Natrium-Lauryl-Sulfat (SLS) in Zahnpasta schädlich?
SLS ist ein Schaumbildner, der für das typische „Frischegefühl“ sorgt. Er verbessert jedoch nicht die Reinigungsleistung. Bei empfindlichen Menschen kann SLS die Mundschleimhaut reizen oder Aphthen begünstigen. Wer häufig unter Reizungen leidet, sollte eine SLS-freie Zahnpasta ausprobieren.
3. Sind Parabene in Zahnpasta gefährlich?
Parabene sind Konservierungsstoffe, die in der Kritik stehen, da sie hormonähnliche Wirkungen haben können. In Zahnpasta werden sie heute seltener eingesetzt, da viele Hersteller auf alternative Konservierungssysteme umgestellt haben.
4. Ist Fluorid in Zahnpasta schädlich oder sinnvoll?
Fluorid gilt als wissenschaftlich gut belegter Wirkstoff zur Kariesprophylaxe. In der empfohlenen Dosierung ist es für Erwachsene und Kinder sicher. Eine Überdosierung sollte jedoch vermieden werden, weshalb besonders bei Kindern auf altersgerechte Zahnpasten geachtet werden sollte.
5. Welche Zahnpasta ist ohne bedenkliche Inhaltsstoffe?
Zahnpasten ohne SLS, ohne aggressive Schleifmittel, ohne künstliche Farbstoffe und ohne umstrittene Konservierungsstoffe gelten als besonders schonend. Naturkosmetik-Zahnpasten oder sensitiv deklarierte Produkte enthalten häufig reduzierte Zusatzstoffe.
6. Sind Naturzahnpasten automatisch besser oder gesünder?
Nicht automatisch. Naturzahnpasten verzichten meist auf synthetische Zusatzstoffe, können jedoch ebenfalls abrasive Putzkörper enthalten. Entscheidend ist die individuelle Verträglichkeit und ein angemessener Abriebwert (RDA).
7. Können Zahnpasta-Inhaltsstoffe über die Mundschleimhaut aufgenommen werden?
Ja, bestimmte Stoffe können über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Deshalb ist es sinnvoll, unnötige Zusatzstoffe zu vermeiden – insbesondere bei empfindlicher oder gereizter Schleimhaut.
8. Wie erkenne ich problematische Inhaltsstoffe auf der Zahnpasta-Verpackung?
Ein Blick auf die INCI-Liste hilft. Achten Sie auf Begriffe wie:
- Sodium Lauryl Sulfate (SLS)
- PEG oder Polyethylene Glycol
- Parabene (z. B. Methylparaben)
- Triclosan
- Titandioxid (CI 77891)
Wer unsicher ist, kann sich zusätzlich in der Zahnarztpraxis beraten lassen.
9. Können Zahnpasta-Inhaltsstoffe Allergien oder Reizungen auslösen?
Ja. Vor allem Duftstoffe, Schaumbildner oder Konservierungsstoffe können bei empfindlichen Personen zu Reizungen, Brennen oder Aphthen führen. Bei wiederkehrenden Beschwerden empfiehlt sich ein Wechsel auf eine sensitiv formulierte Zahnpasta.
10. Welche Zahnpasta eignet sich bei empfindlichem Zahnfleisch?
Produkte ohne aggressive Schaumbildner, mit mildem Abrieb und ohne stark reizende Zusatzstoffe sind besonders geeignet. Auch entzündungshemmende Wirkstoffe oder natürliche Inhaltsstoffe können unterstützend wirken.
Welche Inhaltsstoffe sollte man in Zahnpasta vermeiden?
Besonders häufig diskutiert werden Natriumlaurylsulfat, PEG-Verbindungen, Parabene, Triclosan, Titandioxid und Mikroplastik. Nicht alle gelten als gefährlich, viele Verbraucher bevorzugen jedoch Produkte ohne diese Zusätze..
Enthält jede Zahnpasta Mikroplastik?
Nein. Viele Hersteller haben Mikroplastik bereits vollständig aus ihren Produkten entfernt.
Ist Titandioxid in Zahnpasta bedenklich?
Die wissenschaftliche Datenlage zeigt derzeit kein relevantes Risiko bei normaler Anwendung. Da Titandioxid keinen direkten Nutzen für die Zahngesundheit besitzt, verzichten dennoch viele Hersteller darauf.
Welche Zahnpasta empfehlen Zahnärzte?
Zahnärzte empfehlen in der Regel Zahnpasten mit Fluorid, moderatem Abrasionswert und wissenschaftlich belegter Wirksamkeit. Welche Zahnpasta im Einzelfall geeignet ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen ab.
Letzte Aktualisierung:
25.06.2026
Hinweis
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine zahnärztliche Beratung.
